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Der Englische Garten: Ein Besucherführer durch Münchens großen Park
Münchens zentraler Stadtpark erstreckt sich vom Stadtzentrum entlang der Isar. Ein praktischer Ratgeber zu Wiesen, Biergärten und der berühmten Surfwelle.
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Wie wir berichtet haben
Der Englische Garten ist Münchens großer Stadtpark, ein langes grünes Band, das sich vom Rand der Altstadt nach Norden entlang der Isar zieht. Ende des 18. Jahrhunderts im naturnahen englischen Landschaftsstil angelegt, dem er auch seinen Namen verdankt, gehört er zu den größten Stadtparks der Welt. Die Münchnerinnen und Münchner spazieren hier, fahren Rad, sonnen sich und treffen sich an warmen Tagen im Freien.
Die südliche Hälfte, am nächsten zur Innenstadt gelegen, ist am belebtesten und beherbergt die meisten Sehenswürdigkeiten. Der Chinesische Turm, eine hölzerne Pagode aus dem 18. Jahrhundert, steht im Mittelpunkt eines der bekanntesten Biergärten der Stadt, in dem an Sommernachmittagen oft eine Blaskapelle spielt. In der Nähe thront der griechisch anmutende Monopteros auf einem künstlichen Hügel und bietet einen der schönsten kostenlosen Ausblicke über die Münchner Skyline und die Türme der Frauenkirche.
Weiter nördlich weitet sich der Park zu breiten Wiesen und ruhigem Waldgelände rund um den Kleinhesseloher See. An seinem Ufer laden ein Restaurant und Ruderboote, in den wärmeren Monaten, zur Erholung ein. Wege auf beiden Seiten ermöglichen es, dem Trubel bereits nach kurzem Spaziergang zu entfliehen.
Das meistfotografierte Wahrzeichen des Parks befindet sich an seiner südlichen Spitze: Dort bildet der Eisbach, ein schnell fließender Kunstkanal der Isar, unter einer Straßenbrücke eine stehende Welle. Wetsuit-bekleidete Surfer fahren sie im Wechsel das ganze Jahr über, und der Ort ist zu einem der bekanntesten Bilder der Stadt geworden. Das Wasser ist kalt und reißend, die Welle ist erfahrenen Surfern vorbehalten, doch dem Treiben zuzusehen ist schlicht faszinierend.
Die Anreise ist unkompliziert. Mehrere U-Bahn-Stationen liegen entlang des westlichen Parkreands, und vom Odeonsplatz sowie dem Universitätsviertel ist der Park bequem zu Fuß erreichbar. Der Eintritt ist frei, der Park rund um die Uhr geöffnet. Radfahrende sollten die ausgeschilderten Wege nutzen. Das Baden im Eisbach und in den Parkbächen ist zwar eine lokale Tradition, erfordert jedoch aufgrund der starken Strömung echte Vorsicht. Wer nur einen einzigen freien Nachmittag in München hat, dem sei ein gemächlicher Spaziergang von der Eisbachwelle zum Chinesischen Turm und weiter zum See empfohlen, er führt an den schönsten Stellen des Parks vorbei.