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Proteinquellen jenseits von Fleisch: Ein lokaler Ratgeber
Münchnerinnen und Münchner greifen zunehmend zu Hülsenfrüchten und Milchalternativen, die in Märkten und Läden der Nachbarschaft erhältlich sind.
Wie wir berichtet haben

Laut Verkaufsdaten der städtischen Großmärkte haben im vergangenen Monat mehr Münchner Haushalte Kichererbsen und Linsen gekauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Diese Entwicklung spiegelt das wachsende Interesse an pflanzlichen Proteinen wider, besonders bei Menschen, die regelmäßig an Gesundheits- und Wellnessveranstaltungen in der Stadt teilnehmen und Alternativen suchen, die sich problemlos in den Alltag integrieren lassen, ohne auf Fleisch angewiesen zu sein. Lokale Ernährungsprogramme beobachten diesen Trend seit Anfang 2025, als mehrere Stadtbezirke ihr Angebot an Kochkursen mit Schwerpunkt auf fleischfreien Proteinquellen ausgebaut haben.
Märkte und Läden in Schwabing und Haidhausen
Wer kürzlich an einem Wochentag den Viktualienmarkt besuchte, fand dort rote Linsen aus dem Offenverkauf für 2,40 Euro pro Kilogramm sowie weiße Bohnen in der Dose für je 1,10 Euro. Nur wenige Gehminuten vom Markt entfernt führt der Basic-Supermarkt in der Türkenstraße in Schwabing frischen Tofu und Tempeh, die dreimal wöchentlich von einem Lieferanten aus Niederbayern angeliefert werden. In Haidhausen bietet der wöchentliche Bauernmarkt auf dem Wiener Platz jeden Donnerstagvormittag regional angebaute Erbsen und Ackerbohnen von lokalen Erzeugern an.
Diese Anbieter sind in die Ernährungsworkshops der Münchner Volkshochschule eingebunden, die im März 2026 begonnen haben und noch bis Oktober im Kulturzentrum Gasteig stattfinden. Die Teilnehmenden erhalten gedruckte Preislisten sowie einfache Rezepte, die die Zutaten mit gängigen Vorratsprodukten kombinieren.
Praktische Tipps für Münchnerinnen und Münchner
Ein Bericht des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aus dem Jahr 2025 ergab, dass 28 Prozent der Erwachsenen in München ihren täglichen Proteinbedarf inzwischen mit mindestens zwei pflanzlichen Mahlzeiten pro Tag decken. Dem gleichen Dokument zufolge geben Haushalte im Schnitt 4,80 Euro pro Woche für Hülsenfrüchte aus, gegenüber 6,20 Euro im Jahr 2023 ist das ein Rückgang, der auf das breitere Angebot zurückzuführen ist.
Wer mit der Umstellung beginnen möchte, kann schon in dieser Woche ein erstes Gericht ausprobieren, etwa einen Linsensalat aus Zutaten vom Viktualienmarkt. Den nächsten Volkshochschule-Kurs mit praktischer Anleitung findet man im Veranstaltungskalender auf der städtischen Website.